Warum du dich absolut nicht verstecken brauchst

Früher hat es mich absolut genervt, dass ich aufgrund meiner körperlichen Behinderung täglich angestarrt wurde, als wäre ich ein Ausserirdischer von einem anderen Planeten.

Ich konnte das damals noch gar nicht wirklich verstehen:

Warum starrt ihr mich alle so an?
Was habe ich euch angetan?

Das, was mich allerdings noch mehr ins Grübeln brachte war, dass mich diese Leute meist komplett ignorierten, während sie sich mit meinen Eltern über Mich & meine Behinderung unterhielten, tatet sie so als wäre ich gar nicht da.

Meine Eltern meinten
immer, dass sie mich direkt selbst fragen sollten, wenn sie Fragen an mich hätten. Doch das trauten sie sich eher selten, weil sie Angst davor hatten etwas falsch zu machen, da sie noch nie mit einem Menschen mit einer Behinderung konfrontiert wurden.

Heutzutage läuft das alles ganz anders ab, weil ich selbst direkt auf diese Menschen zu gehe und sage «Hi, ich bin Phil, was liegt an?» oder ich lasse so Sprüche raus wie «Oh c’mon guys, Ich bin nicht aus Glas, ich habe nur eine scheiss Verpackung erhalten, mehr ist da nicht !». Dadurch merken sie direkt, dass ich ganz «normal» bin und dass man mit mir so wie mit jedem anderen Sprechen kann.

Ich kann meine Behinderung nun mal nicht verstecken, daher zeige ich mich so wie ich bin und ich weiss, dass ich manchmal aussehe wie ein Schuppenmonster, als hätte ich mich mit jemandem geprügelt oder als wäre ich ein unrasierter Penner, doch genau das sind die Dinge die mich ausmachen und das, was die anderen von mir denken, geht mir sowas am allerwertesten vorbei, entweder du magst mich oder du magst mich eben nicht.

Ich möchte einerseits mit diesem Post Aufklärung schaffen, dass wir alle gleich und auch nur Menschen sind und andererseits möchte ich dir damit auch mitteilen, dass du dich nicht verstecken brauchst. Lerne dich selbst mit all deinen Ecken & Kanten zu lieben und zu akzeptieren, denn genau so bist du vollkommen in Ordnung.

Wenn einem die Frustration zur Weissglut treibt

Ich liebe die Selbständigkeit und mich Morgens an meinem Computer zu setzen um zu arbeiten.

Doch die Motivation liess mich schneller im Stich als erwartet, weil ich mit entsetzen feststellen musste, das das Arbeiten mit dem Computer wegen Problemen kaum möglich war.

Anstelle eines produktiven Tages wurde ein Tag voller Frustrationen und Ärger. Nur um am Ende des Tages festzustellen, das es an einer defekten Hardware liegt, welche es zu meinem Glück derzeit aufgrund der aktuellen Lage nicht nachzubestellen gibt.

An solchen Tagen bekommt man das Gefühl, das sich einem alles in den Weg stellt und man daher sehr aufpassen muss, dass man die Wut nicht an jemand anderes rauslässt oder sogar noch Abends mit sich ins Bett nimmt.

Die Kunst darin ist es diese Wut die man verspürt anzuerkennen und sie zu akzeptieren. Bei einem gemütlichen und entspannten Abend im Whirlpool liess ich den Tag noch einmal Revue passieren.

Anschliessend sagte ich mir folgendes: „Es ist Okay wütend und frustriert zu sein, denn das gehört zum Leben dazu und es ist ein Teil von dir.“, kurz darauf verschwand die innere Wut und ein breites Lächeln in meinem Gesicht kam zum Vorschein.